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Häufig gestellte Fragen

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Sie sollten beide Pässe, Ihren südafrikanischen Reisepass und Ihren deutschen Reisepass, mit sich führen.

Nach Südafrika reisen Sie mit Ihrem südafrikanischen Reisepass ein und aus, und in die Bundesrepublik Deutschland reisen Sie mit Ihrem deutschen Reisepass ein und aus.

Bei Reisen in Drittstaaten sollten Sie sich über die jeweiligen Einreisebestimmungen informieren.

Wenn Sie seit dem 01.01.2000 freiwillig in die Streitkräfte oder einen vergleichbaren bewaffneten Verband der südafrikanischen Armee eingetreten sind, und dabei keine Zustimmung des Bundesministeriums der Verteidigung oder der von diesem Ministerium bezeichneten Stelle hatten, haben Sie die deutsche Staatsangehörigkeit verloren.

Unter „Eintritt in Streitkräfte“ ist die Erlangung eines Status als Soldat zu verstehen (Indizien: militärischer Rang, Dienst mit der Waffe, Unterstellung unter militärischen Befehl).

Wenn Sie beabsichtigen, in die südafrikanischen Streitkräfte einzutreten, sollten Sie vorher diese Zustimmung einholen. Es reicht aber nicht aus, den beabsichtigten oder bevorstehenden Eintritt in die südafrikanische Armee gegenüber Ihrer zuständigen Auslandsvertretung oder dem Bundesministerium der Verteidigung anzuzeigen. Sie müssen mit dem Eintritt abwarten, bis Ihnen die Zustimmung vorliegt.

Ihren Antrag auf Zustimmung richten Sie bitte an das für Sie zuständige Kreiswehrersatzamt.

Folgende Unterlagen müssen Sie Ihrem Antrag beifügen

- schriftlicher Antrag (sofern von den deutschen Wehrersatzbehörden vergeben: Angabe der Personenkennziffer), der Antrag sollte ggf. auch Angaben zur Dauer des Aufenthalts im anderen Land enthalten

- Nachweis der deutschen und der ausländischen Staatsangehörigkeit (insoweit reichen beglaubigte Kopien der Pässe, bei ausländischen Urkunden ist eine beglaubigte Übersetzung beizufügen)

- Einstellungszusage der ausländischen Wehrersatzbehörde in deutscher Übersetzung


Einbürgerungsverfahren:
a) Ermessenseinbürgerungen, zum Beispiel nach §§ 13 und 14 des Staatsangehörigkeitsgesetzes
ca. 1 Jahr bis 18 Monate
b) Anspruchseinbürgerungen, zum Beispiel nach Art. 116 Abs. 2 des Grundgesetzes
ca. 6 bis 12 Monate

Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit
ca. 2 bis 3 Jahre
Genehmigung zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit bei beabsichtigtem Erwerb einer fremden Staatsbürgerschaft
ca. 4 bis 6 Monate
Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit, Entlassung aus der deutschen Staatsangehörigkeit
Über die Bearbeitungszeiten liegen zur Zeit keine gesicherten Erkenntnisse vor
Feststellung des Nichtbestehens der deutschen Staatsbürgerschaft
Über die Bearbeitungszeiten liegen zur Zeit keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Die oben angegebenen Zeiträume verlängern sich, wenn nicht alle Unterlagen vorgelegt wurden oder Rückfragen des Bundesverwaltungsamts erforderlich werden.

In der Regel ist eine persönliche Vorsprache erforderlich. Die für die jeweiligen Verfahren erforderlichen Unterlagen sind im Original und mit jeweils zwei einfachen Kopien einzureichen. Anhand der Originale wird jeweils eine Kopie vor Weiterleitung an das BVA beglaubigt, die andere Kopie ist für den Vorgang bestimmt, der bei der Botschaft verbleibt. Die Originale werden während des Termins wieder zurückgegeben.

Die meisten der vom Bundesverwaltungsamt ausgestellten Urkunden werden mit der Aushändigung wirksam. Auch von daher müssen Sie im Regelfall bei der für Sie zuständigen Auslandsvertretung persönlich vorsprechen, um Ihre Urkunden dort in Empfang zu nehmen.

Bei Anträgen auf Ausstellung von Beibehaltungsgenehmigungen und bei Einbürgerungsanträgen ist darüber hinaus zu beachten, dass die zuständige Auslandsvertretung dem Bundesverwaltungsamt gegenüber eine Stellungnahme zu Ihren Deutschkenntnissen abgeben muss. Hier kann auf einen persönlichen Kontakt zwischen Ihnen und der zuständigen Auslandsvertretung, durch persönliche Vorsprache nicht verzichtet werden.

Ob die von Ihnen vorzulegenden Dokumente eine bestimmte Form haben müssen, können Sie bei den jeweiligen Themenbereichen zum Staatsangehörigkeitsrecht nachlesen.

Ihre Unterschrift unter Ihrem Einbürgerungsantrag muss beglaubigt sein. Wenn Sie für Ihre minderjährigen Kinder Einbürgerungsanträge stellen möchten, so muss darüber hinaus auch eventuell die Unterschrift eines weiteren Erziehungsberechtigten beglaubigt sein. Kinder, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, stellen eigene Anträge, unterschreiben selbst, zusätzlich zu den Unterschriften ihrer Erziehungsberechtigten. Auch in diesem Fall müssen alle Unterschriften beglaubigt sein.

Beide Beglaubigungsformen können Sie, falls Sie persönlich in Ihrer zuständigen Auslandsvertretung vorsprechen möchten, auch dort gebührenfrei vornehmen lassen. Bitte beachten Sie, dass die zuständigen Auslandsvertretungen Fotokopiebeglaubigungen nur vornehmen können, wenn ihnen die Originalurkunde vorgelegen hat. Bei Unterschriftsbeglaubigungen müssen die Personen anwesend sein und sich durch Pass oder sonstiges Identitätspapier ausweisen.

Ausreichend sind zum Beispiel die Durchschriften der Überweisungsbelege der Banken, wenn sie von dort abgestempelt wurden, Kontoauszüge, Online-Banking-Ausdrucke oder ein Schreiben Ihrer Bank, dass die Zahlung zu Ihren Zahlungsangaben erfolgt ist.

Eine vorherige Übersendung Ihres Belegs an Ihre Auslandsvertretung ist nicht notwendig. Bitte bringen Sie den Beleg mit, wenn Sie bei der Auslandsvertretung vorsprechen, um Ihren Staatsangehörigkeitsausweis, Ihre Beibehaltungsurkunde etc. abzuholen.

Wenn absehbar ist, dass Sie voraussichtlich nicht innerhalb der zwei Jahre, die die erteilte Beibehaltungsgenehmigung gültig ist, in den südafrikanischen Staatsverband eingebürgert werden, können Sie bei dem Bundesverwaltungsamt die Ausstellung einer Anschlussurkunde beantragen.
Voraussetzung ist, dass Sie einen schriftlichen Antrag beim Bundesverwaltungsamt in Köln stellen, in dem Sie Angaben zum Sachstand Ihres Einbürgerungsverfahrens in Südafrika machen.

Außerdem müssen Sie im Antrag angeben, ob bei Ihnen weiterhin Bindungen an die Bundesrepublik Deutschland vorliegen, und ob die Gründe für den Erwerb der südafrikanischen Staatsangehörigkeit weiterhin gegeben sind.

Das Bundesverwaltungsamt entscheidet im Einzelfall, ob die Anschlussurkunde gebührenfrei erteilt werden kann, und übersendet die Anschlussurkunde an Ihre zuständige Auslandsvertretung.

Bitte beachten Sie, dass Sie die Anschlussurkunde rechtzeitig, vor Ablauf des Gültigkeitszeitraums der vorherigen Beibehaltungsgenehmigung, in Empfang nehmen, da andernfalls bei Einbürgerung in den südafrikanischen Staatsverband der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit droht.


Sie sollten Ihre Beibehaltungsgenehmigung gut und dauerhaft – über den Gültigkeitszeitraum in der Urkunde hinaus - aufbewahren, denn diese Beibehaltungsurkunde ist in der Zukunft stets Ihr Nachweis, dass Sie die deutsche Staatsangehörigkeit nicht verloren haben, als Sie eine weitere Staatsangehörigkeit erwarben.

Auf Reisen brauchen Sie Ihre Beibehaltungsgenehmigung nicht mitnehmen. Allerdings ist es empfehlenswert, für den Fall eines eventuellen Passverlusts neben einer beglaubigten Kopie Ihres Passes auch eine beglaubigte Kopie Ihrer Beibehaltungsgenehmigung mitzunehmen.

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