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Südafrika: Beziehungen zu Deutschland

22.12.2021 - Artikel

Südafrika ist Deutschlands wichtigster Partner in Afrika südlich der Sahara. Die seit 1996 tagende binationale Kommission setzt den Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit.

Für Südafrika ist Deutschland zweitwichtigster bilateraler Handelspartner; für Deutschland ist Südafrika mit einem Handelsvolumen von mehr als 15 Mrd. Euro der wichtigste Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent. Südafrika ist einziges afrikanisches Mitglied der G20 und hat gemeinsam mit Deutschland den Vorsitz der G20 African Advisory Group inne. Eine bedeutende Initiative ist der sog. Compact with Africa (CwA). Ziel ist es, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in beteiligten Ländern zu verbessern und zu mehr privaten Investitionen beizutragen.

Über 600 deutsche Unternehmen in Südafrika haben mehr als 5,3 Mrd. Euro investiert und beschäftigen fast 100.000 Personen; ebenso viele Arbeitsplätze werden zusätzlich indirekt durch deutsche Unternehmen geschaffen.

Die Entwicklungszusammenarbeit erfolgt in den Bereichen Energie/Klima, Berufsbildung, Regierungsführung/Gewaltprävention und Gesundheit. Seit 1994 erhielt Südafrika Mittel i.H.v. etwa 2,75 Mrd. Euro. Im Rahmen der Regierungsverhandlungen wurde für 2020/22 eine Zusage über 275 Mio. Euro erteilt.

Die Deutsch-Südafrikanische Energiepartnerschaft besteht seit 2013. Sie koordiniert vielfältige bilaterale Zusammenarbeit in diesem Bereich. Am Rand des Klimagipfels in Glasgow 2021 wurde mit der Politischen Erklärung zur sozialgerechten Energiewende in Südafrika eine langfristig angelegte Partnerschaft von Deutschland, Frankreich, Vereinigtem Königreich, USA und EU mit Südafrika zur Unterstützung der Energiewende begründet.

Es gibt vertrauensvolle kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen. Deutschland unterstützt und begleitet Südafrika außerdem bei dem fortlaufenden Transformationsprozess in der Grund-, Berufs- und Hochschulbildung. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist an sechs Universitäten in Südafrika vertreten. Das Goethe-Institut unterhält in Johannesburg das Regionalinstitut für Subsahara-Afrika und unterstützt ein Goethe-Zentrum in Kapstadt.

Wissenschaftliche Kooperationen gibt es u.a. bei der Erweiterung des MeerKAT-Radioteleskops in der Karoo-Halbwüste, an der das Max-Planck-Institut beteiligt ist.

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