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COVID-19: Wichtige Informationen zur Einreise nach Südafrika und Rückkehr nach Deutschland

10.09.2021 - Artikel

Südafrika gilt seit 01.08.2021 nicht mehr als Virusvariantengebiet, sondern „nur“ noch als Hochrisikogebiet - damit entfällt das Beförderungsverbot.

Reisende vor Corona-Testcenter am Flughafen
Kostenlose Corona Tests an deutschen Flughäfen. © dpa / Sven Simon

Südafrika - Ein- und Ausreise

Bitte beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für Südafrika, Lesotho und Eswatini
Wegen der Corona-Pandemie besteht seit Monaten eine Reisewarnung für diese Länder. Seit dem 01.08.2021 sind Südafrika, Lesotho und Eswatini als Hochrisikogebiete eingestuft. Mit gleichem Datum ist die Einstufung als Virusvariantengebiete entfallen.

Verlängerung südafrikanischer Visa

Die südafrikanische Regierung hat mit Govt. Notice 398 vom 30.06.2021 die automatische Verlängerung bestimmter Visa bis zum 30.09.2021 bekannt gegeben.

Die Verlängerung gilt nur für Visa bis zu einer Gültigkeit von 90 Tagen, deren Inhaber*innen zwischen Dezember 2019 und 14.03.2021 mit einem gültigen Visitor´s Visa eingereist und seit Beginn des nationalen Notstands im März 2020 nicht mehr ausgereist sind.

Inhaberinnen und Inhaber solcher Visa, die fristgerecht ausreisen, werden demgemäß nicht zu „unerwünschten Personen“ erklärt.

Die Fristverlängerung gilt nicht für Personen, die während des ausgerufenen nationalen Notstands aus- und wieder eingereist sind und nicht für Visa oder Einreiseerlaubnisse, die ab dem 15.03.2021 erteilt wurden. Sie gilt auch nicht für Personen, die ab dem 15.03.2021 nach Südafrika eingereist sind.

Sie gilt ferner nicht für Personen, die im Besitz von Visa über 90 Tage Gültigkeit oder Studentenvisa, Treaty Visa, Geschäftsvisa, Critical Skills Visa usw. sind.
Hiervon Betroffene müssen bis zum 30.09.2021 eine Neuerteilung bzw. Verlängerung beim südafrikanischen Visadienstleistungsunternehmen www.vfsglobal.com/dha/southafrica beantragen.

Die deutschen Auslandsvertretungen in Südafrika können hierbei nicht unterstützen und erteilen auch keine Auskünfte zu Fragen, die südafrikanische Visa betreffen.


Deutschland - Allgemeine Einreisebeschränkungen

Die Bundesregierung stuft Südafrika, Lesotho und Eswatini mit Wirkung vom 01.08.2021 nicht mehr als Virusvariantengebiete, sondern als sogenannte Hochrisikogebiete ein. Damit entfällt das für Virusvariantengebiete geltende Beförderungsverbot.

Dennoch gelten weiterhin EU-weite Einreisebeschränkungen bei Einreise aus Südafrika, Lesotho oder Eswatini nach Deutschland.

Ausgenommen von den Einreisebeschränkungen sind folgende Personen:

  • Deutsche Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder)
  • Staatsangehörige von Staaten der Europäischen Union, Liechtensteins, der Schweiz, Norwegens und Islands und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder)
  • Drittstaatsangehörige mit einem bestehenden längerfristigen Aufenthaltsrecht in einem EU- oder Schengenstaat und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie, soweit die pass- und visarechtlichen Bestimmungen erfüllt sind
  • Vollständig geimpfte Personen, bei denen die Impfung die notwendigen Voraussetzungen erfüllt - siehe hierzu: „Was gilt für vollständig geimpfte Personen?“ . Ferner müssen die pass- und visarechtlichen Bestimmungen erfüllt sein.
  • Personen, die einen wichtigen Reisegrund haben - soweit die pass- und visarechtlichen Bestimmungen erfüllt sind-, vor allem
  • Gebietsansässige in einem Staat, aus dem die unbeschränkte Einreise erlaubt ist - siehe hier.

Deutschland - Digitale Einreiseanmeldung

Reisende, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben (Südafrika, Lesotho und Eswatini sind ab dem 01.08.2021 als Hochrisikogebiet eingestuft), müssen sich vor ihrem Abflug nach Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de registrieren und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise (bzw. schon bei Flugantritt) mit sich führen.

Von dieser Anmeldepflicht sind insbesondere Personen ausgenommen, die nur durch Deutschland durchreisen und das Land auf schnellstem Weg wieder verlassen siehe weiter unten „Transit durch Deutschland“.

Sollte es in Ausnahmefällen nicht möglich sein, eine digitale Einreiseanmeldung vorzunehmen, müssen Reisende stattdessen eine Ersatzmitteilung in Papierform ausfüllen.

Weitere Informationen finden Reisende in folgendem Merkblatt sowie auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Deutschland - Test- und Nachweispflicht

Reisende ab zwölf Jahren, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben (Südafrika, Lesotho und Eswatini sind ab dem 01.08.2021 als Hochrisikogebiet eingestuft), müssen im Rahmen der Einreise nach Deutschland folgende Nachweise vorlegen können:

  • negatives Covid-19-Testergebnis oder
  • Nachweis über vollständige Covid-19-Impfung oder
  • Nachweis über die Genesung nach einer Infektion.

Der Nachweis ist vor der Einreise erforderlich und muss gegebenenfalls auch der Fluggesellschaft vor Reiseantritt vorgelegt werden.

Ausnahmen bestehen insbesondere für Personen, die ohne Zwischenaufenthalt durch ein Hochrisikogebiet durchgereist sind. Die Regelungen bei Transit (international oder im Schengenbereich) finden Sie ganz unten auf der Seite).

Die Anforderungen an die Nachweise finden Sie im nächsten Abschnitt.

Die Nachweise sind bis zu 10 Tage nach der Einreise auf Verlangen den zuständigen Behörden vorzulegen.

Anforderungen an Tests und Nachweise über Impfung oder Genesung:


Grundsätzlich gilt als Nachweis

  • Für negativ Getestete:

Ein negatives Testergebnis mit Nukleinsäureamplifikationstechnik (z.B. PCR, PoC-PCR) in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache. Der Test darf höchstens 72 Stunden vor der Einreise erfolgen (Zeitpunkt der Abstrichnahme). 

Alternativ ein negatives Ergebnis eines Antigen-Schnelltests in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache. Der Test bei einem Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise erfolgen.

Weitere Details zur Anerkennung von Tests stellt das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite bereit.

  • Für Geimpfte:

Nachweis über Covid-19-Schutzimpfungen in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in digitaler oder in Papierform (zum Beispiel gelber WHO-Impfpass). Die Impfung muss mit einer auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts genannten Impfstoffen  erfolgt sein. 
Gleiches gilt für Genesene, die über einen positiven PCR-Test verfügen, der älter als 6 Monate ist, und die nur einmal geimpft wurden. Sie gelten als geimpfte Personen im Sinne der CoronaEinrV.

Die letzte notwendige Impfdosis muss mindestens 14 Tage zurückliegen.

Aus dem Nachweis müssen stets hervorgehen:

  • die personenbezogenen Daten der geimpften Person (mindestens Name, Vorname und Geburtsdatum oder Pass-/Personalausweis-/ID-Card-Nummer)
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen,
  • Bezeichnung des Impfstoffes,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde,
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name der ausstellenden Person.
  • (für Genesene, die nur eine Impfung mit einem Impfstoff erhalten haben, der zwei Impfungen erfordert: zusätzlich ein positiver PCR-Test, der älter ist als 6 Monate)
    Die in Südafrika üblicherweise verwendete „Vaccination Record Card“ erfüllt diese formalen Voraussetzungen -soweit vollständig und richtig ausgefüllt.



  • Für Genesene:

Positives PCR-Testergebnis, das mindestens 28 Tage aber höchstens 6 Monate zurückliegt. Der Genesenennachweis muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache digital oder in verkörperter Form (Papierform) vorliegen.


Deutschland - Quarantänevorschriften

Für alle, die sich in den letzten 10 Tagen vor Einreise in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben (Südafrika, Lesotho und Eswatini sind ab dem 01.08.2021 als Hochrisikogebiet eingestuft), gilt eine Absonderungspflicht gemäß der Coronavirus-Einreiseverordnung.

Sie müssen sich grundsätzlich direkt nach Ihrer Ankunft nach Hause oder in eine sonstige geeignete Unterkunft am Zielort begeben und sich dort 10 Tage lang absondern (häusliche Quarantäne).

Während dieser Quarantäne ist es nicht erlaubt, das Haus oder die Wohnung zu verlassen oder Besuch zu empfangen.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht:

Von der Quarantänepflicht sind -außer bei Virusvariantengebieten- insbesondere ausgenommen Personen, die

  • lediglich durch ein Hochrisikogebiet (nicht Virusvariantengebiet) durchgereist sind und dort kein Zwischenaufenthalt hatten oder
  • nur durch Deutschland durchreisen und das Land auf schnellstem Weg wieder verlassen

Weitere Informationen stellt das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite bereit. 

Verkürzung der Quarantäne für Geimpfte und Genesene oder negativ Getestete 

Für Einreisen aus Hochrisikogebieten gilt die Quarantänepflicht, bis ein Nachweis über die vollständige Impfung, die Genesung von einer Infektion oder ein negatives Testergebnis über das Einreiseportal der Bundesrepublik (https://www.einreiseanmeldung.de) übermittelt wird. 

Bei Einreisen aus Hochrisikogebieten kann eine „Freitestung“ aus der Quarantäne durch einen frühestens fünf Tage nach Einreise durchgeführten negativen Test beendet werden. Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantäne nach fünf Tagen automatisch. Für genesene und geimpfte Personen mit Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet endet die Quarantäne unmittelbar, wenn diese den Genesenennachweis oder den Impfnachweis übermitteln.

Mehr Informationen zu den Nachweisen finden Sie weiter oben auf dieser Seite im Abschnitt „Anforderungen an Tests und Nachweise über Impfung oder Genesung“.

Transit durch Deutschland

Internationaler Flughafen-Transit (nicht von/nach Schengen) 

Das Umsteigen im internationalen Transitbereich eines Flughafens stellt keine Einreise nach Deutschland im Sinne der Coronavirus-Einreiseverordnung dar. In diesen Fällen gilt daher keine Anmeldepflicht, keine Test-/ Nachweispflicht, keine verpflichtende Quarantäne und auch kein Beförderungsverbot. Dies betrifft nur Reisen von einem Land außerhalb des Schengenraumes in ein anderes Land außerhalb des Schengenraumes - z.B. von Johannesburg (nicht Schengenraum) über Frankfurt (nur Umsteigen) nach Toronto (nicht Schengenraum).

Transit innerhalb Schengens und bei Reisen von/in den Schengenraum

Bei Reisen aus dem oder in den Schengenraum und innerhalb des Schengenraums mittels eines Beförderers wird eine Einreise nach Deutschland im Sinne der Coronavirus-Einreiseverordnung und ausschließlich zu deren Umsetzung seit 01.08.2021 ebenfalls nicht angenommen, soweit lediglich ein Umstieg an einem Flughafen erfolgt.

In diesen Fällen gilt für den Transit durch Deutschland mit dem Flugzeug das oben zum internationalen Flughafen-Transit Gesagte.


Beachten Sie aber bitte, was Fluglinien an Nachweisen verlangen, um Sie zur Einhaltung eigener Gesundheitsvorgaben oder zur Erfüllung von Auflagen der Abflug- oder Zielländer an Bord gehen lassen zu dürfen. Die meisten Fluglinien verlangen negative Tests oder Impf- bzw. Genesenennachweise für die Beförderung von Passagieren.

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